Mittwoch, 14. September 2016

Produkttest Garnier Skin Active Hydra Bomb

Von Garnier habe ich 3 Proben "Skin Active HYDRA BOMB" erhalten. Sie kamen in einem normalen Briefumschlag zusammen mit einem kleinen Kärtchen an, auf dem eine Kurzbeschreibung des Produktes abgedruckt ist und auf der Rückseite ein Dankeschön dafür, dass man seine Meinung nach dem Test auf der Seite von Garnier kund tut.



Sicherlich habe ich mich vor einiger Zeit um diesen Test beworben, es bekommt ja nur derjenige Proben, der auch testen möchte.

Allerdings gibt es ja manchmal Ereignisse, die man nicht voraus sehen kann...
Ich will da mal ein klein wenig ausholen:

Ich habe mir einen Kindle gekauft und über Kindle Unlimited viele interessante eBooks kostenlos ausgeliehen und gelesen. U.a. bin ich auch auf eBooks zum Thema Körperpflege und Haare gestoßen und habe ein eBook gelesen, da haben sich mir die Nackenhaare hoch gestellt:

Giftcocktail Körperpflege: Der schleichende Tod aus dem Badezimmer
(Link zur Amazon-Beschreibung)

In diesem Buch steht welche Inhaltsstoffe u.a. in unseren Kosmetikprodukten sind und ich habe erst einmal meinen Schrank im Badezimmer ausgeräumt, alles zum PC geschleppt und bei codecheck geprüft. Vieles habe ich beiseite gelegt, weil richtig fiese Stoffe drin sind. Oder wollt ihr euch pflegen mit Inhaltsstoffe, die zum Färben von Textilien verboten sind, aber in meiner Bodylotion sind sie drin? Auch Produkte mit Inhaltsstoffe, die nachweislich bei Tieren Krebs erzeugt haben, sind bei mir rausgeflogen!

Und nun kamen die Proben von Garnier - schlechter Zeitpunkt :-)

Ich habe mir allerdings vorgenommen das Produkt erst einmal unvoreingenommen zu testen und danach bei Codecheck nach zusehen, wie empfehlenswert es ist.

Also habe ich ein Tütchen geöffnet und nach dem Gesicht reinigen die weiße Creme mit guter Konsistenz und angenehmem Geruch aufgetragen.
Zieht schnell ein und hinterläßt ein gutes Gefühl, spannt nicht.

Allerdings habe ich später am Abend die Creme wieder abgewaschen und beim Gesicht waschen bemerkt, dass die Creme immer noch auf meiner Gesichtshaut auflag. Wie eine richtige Schicht, sie ist also nicht eingedrungen.

Da ich mich ja schon mit diversen schlechten Inhaltsstoffen im allgemeinen beschäftigt habe, dachte ich mir nur: oje, doch mal gucken was da drin ist.






Quelle: Codecheck.de


In dem o.g. Buch steht über Silikonöl (oberstes Bild, einer der Hauptbestandteile), dass es sich auf die Haut legt, die Haut dann nicht mehr atmen kann, dass die Hautoberfläche so zu sagen aufgeschwemmt wird, was wir als faltenglättend empfinden.

Hier nochmal Dateilinformationen der Seite codecheck:


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Nicht nur in Shampoos, sondern auch in Gesichts- oder Körperpflege können Silikone in Form wasserlöslicher Verbindungen enthalten sein. Auch auf die Haut legen sich die Silikone wie ein Film. Dadurch entstehen ein glättender Effekt und ein angenehm weiches Hautgefühl. Erkannt wurde auch der weichzeichnende Effekt von Silikonen, weshalb Sie als Faltenfiller in Cremes zum Einsatz kommen.


Diese Soforteffekte nach dem Auftragen eines Pflegeprodukts lassen sich jedoch nicht mit der Langzeitwirkung solcher Produkte aufwiegen. Denn auf längere Sicht verstopfen Silikone Poren und Schweißdrüsen, weshalb die Haut spröde wird. Die natürliche Regeneration der Haut wird durch den hautfremden Film verhindert, die Haut kann nicht arbeiten. Sogar Hautärzte raten deshalb von der Verwendung silikonhaltiger Cremes ab. Zu erkennen sind Silikone auf Verpackungen an den Endungen „-cone“ oder „-xane“, am häufigsten verwendet werden „Dimethicone“, „Methicone“, „Polysiloxane“ oder „Cyclomethicone“. Je weiter vorn die Stoffe auf der Liste der Inhaltsstoffe zu finden sind, desto höher ist ihre Konzentration.

Doch nicht nur für den Menschen sind Silikone in der Kosmetik gesundheitsgefährdend. Auch unsere Umwelt hat damit zu kämpfen. Schon bei der Herstellung von Silikon entsteht jede Menge klimaschädliches Kohlendioxid. Viel schlimmer wirkt sich silikonhaltige Kosmetik allerdings auf unser Wasser aus. Denn tagtäglich wandern Reste von Spülungen, Shampoos oder Cremes nach dem Gebrauch durch Abflüsse. Im Jahr werden rund 330 Tonnen dieser Pflegeprodukte allein in Deutschland verkauft.

Auch wenn die Hersteller in den letzten Jahren verstärkt mit „wasserlöslichen Silikonen“ werben, heißt das nicht, dass unser Umwelt weniger belastet würde. Denn nur weil Silikone leichter aus den Haaren zu waschen sind, können sie im gleichen Atemzug nicht unbedingt besser abgebaut werden. Nicht alle Partikel an Silikon können in Kläranlagen herausgefiltert werden. Reste gelangen somit als Dünger in die Landwirtschaft und sind durch den natürlichen Kreislauf in unseren Seen, Flüssen und auch dem Grundwasser wiederzufinden. Wer nicht nur dem eigenen Körper, sondern auch der Umwelt etwas Gutes tun möchte, sollte deshalb auf Kosmetik ohne Silikon zurückgreifen.


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Nun könnt ihr euch selbst ein Bild machen, ob ihr dieses Produkt verwenden möchtet. Ich steige ganz und gar auf Naturkosmetik um und verzichte - sorry Garnier!








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