Donnerstag, 15. September 2016

Giftcocktail Körperpflege: Der schleichende Tod aus dem Badezimmer

Eine eBook-Bewertung, die mein Kaufverhalten nachhaltig verändert hat:

Ich bin seit kurzem Besitzerin eines Kindle und habe dieses Buch als eBook gekauft. Eigentlich hatte ich nach Büchern für Naturkosmetik recherchiert, da ich auf der Verpackung meiner Henna-Farbe (in der ich nur Natur vermutete) einen anderen Zusatzstoff, der krebserregend sein könnte, entdeckt habe.

Ich habe dann so von einem zum anderen Buch geklickt und bin bei diesem gelandet. 




Anderen Bewertungen auf der Seite von Amazon kann man entnehmen, dass es in diesem Buch hauptsächlich um das Thema Flour geht. Die ganze Geschichte wie Flour überhaupt in die Zahnpasta und ins Mineralwasser gekommen ist, wird uns präsentiert. Ich habe mich manchmal gewundert woher die Autorin diese Informationen alle erhalten hat, sie muss wirklich sehr lange und intensiv recherchiert haben.
Zwischendrin gibt sie auch manchmal an mit wem sie kommuniziert hat und läßt uns teilhaben an ihren Recherchen.

Anschließend werden verschiedene andere gefährliche Inhaltsstoffe vorgestellt, aber nicht mehr in dieser Tiefe. Ehrlich gesagt, man wird auch von einer Anzahl von unaussprechbaren Namen erschlagen. Und von den verschiedenen möglichen Nebenwirkungen erst recht.

Ich habe nach dem kompletten durchlesen des eBooks erst einmal meinen Badezimmerschrank ausgeräumt und alles vor den PC geschleppt, bei Codecheck kontrolliert und sortiert. Wer möchte Farbstoffe in seiner Kosmetik haben, die längst für das Färben von Textilien verboten ist? Wer möchte Schädlingsbekämpfungsmittel in seiner Kosmetik haben oder Betäubungsmittel in besonders sanften Produkten? Ich nicht!

Die schlechte Bewertung es handele sich in dem Buch nur um die Angabe welche Stoffe schlecht sind und nicht welche Produkte ich verwenden kann, mag ich hier einmal relativieren. Hier geht es doch klar schon vom Titel her um Giftstoffe in der Kosmetik und es ist kein Ratgeber für Naturkosmetik, dafür gibt es wieder extra Lektüre.

Ich für meinen Teil fand den ersten Teile mit dem Flour etwas zu lange und hätte bei manchen Stoffen, die doch häufig oben auf der Zutatenliste der Kosmetika stehen, etwas mehr Informationen gehabt, aber die kann man sich ja auch ergoogeln.

Von der verwendeten Sprache her finde ich die Formulierungen schon manchmal etwas flapsig und provokant, aber das lockert das ansonsten doch sehr informative Buch in meinen Augen auf.

Warum soll immer jemand das Thema studiert haben um gute Bücher zu schreiben? Ich denke, dass jemand, der für ein Thema brennt, bessere Recherchen betreibt und mehr Informationen erfährt und weiter geben kann, als jemand der nur zu halbherzig studiert hat. Gegebenenfalls fehlende fachliche Vorkenntnisse (weiß ich aber nicht, ob es überhaupt stimmt, das hatte hier eine andere Person kritisiert) finde ich überhaupt nicht als Schwachpunkt. Ich fühle mich gut informiert.

Was jeder selbst aus diesen Informationen macht, bleibt jedem selbst überlassen. Ich steige komplett auf Naturkosmetik um, habe auch selbst schon einmal Naturkosmetik hergestellt. Wenn man sich die Seite von Codecheck vor seinem nächsten Einkauf genauer ansieht und Produkte recherchiert kann man auch gut "ganz grüne" Produkte kaufen, bei denen es keine bedenklichen Inhaltsstoffe gibt. 
Bei den Deos z.B. war ich sehr überrascht wie viel Auswahl es da mittlerweile gibt. Ich mache meines inzwischen selbst mit Wasser und Natron - auch hierzu gibt es genügend Literatur :-)

Bei Amazon habe ich dieses Buch mit 5 Sternen weiter empfohlen.



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