Sonntag, 24. November 2013

Fotokurs Woche 4: Schwierige Lichtsituationen, starke Kontraste



Bsp.: Person (dunkel) steht vor Fenster (hell)
Fotografiert mit der Automatik misst diese das Gesamtbild und entscheidet, ob der Blitz benötigt wird oder nicht. In diesem Fall würde er nicht eingesetzt werden.

Matrix/Mehrfeldmessung

(in der Kamera einzustellen bei „Fn – Messmodus – Mehrfeld, mittenbetont oder Spot)

Gut für Landschaft und gleichmäßig ausgeleuchteten Objekte - es wird über das komplette Sichtbereich (Sucherbild) gemessen.
Diese Allround-Messmethode ist für Porträts und sogar Aufnahmen bei Gegenlicht geeignet. Die Kamera wählt die Belichtung automatisch entsprechend der Aufnahmesituation aus.

Die Messung bezieht sich auf 100 % des Bildes.

Selektivmessung/mittenbetonte Messung

Bei Gegenlicht oder dunklere Objekte, die sich vom Hintergrund arg unterscheiden - es wird ein größerer, mittlerer Bereich gemessen.
Diese ist nützlich, wenn der Hintergrund aufgrund von Gegenlicht o. Ä. sehr viel heller ist als das Motiv.
Die Selektivmessung erstreckt sich über ca. 70 % des Bildes.

Spotmessung

Ideal für eine punktgenaue begrenzte Belichtungsmessung, ansonsten auch bei Gegenlicht und dunklere Objekte, die sich vom Hintergrund arg unterscheiden, verwendbar - es wird nur an einem kleinen Punkt in der Mitte gemessen.
Diese eignet sich hervorragend zum Messen eines bestimmten Motivdetails.

Die Messung konzentriert sich dabei auf einen zentralen Bereich von ca. 3 % des Sucherfeldes.


Bsp.: beleuchtetes Glas, dunkler Hintergrund

1)    Mehrfeldmessung: Glas ist hell, keine Struktur der Flüssigkeit erkennbar, Details im Hintergrund noch erkennbar
2)    Mittenbetonte Messung: Glas nicht mehr so grell, Struktur der Flüssigkeit leicht erkennbar, Hintergrund verdunkelt sich, Details nicht mehr so gut sichtbar
3)    Spotmessung: gute Struktur der Flüssigkeit erkennbar, Details verschwimmen im dunklen Hintergrund
Hier hätte ich zur 3. Variante gegriffen.

Bsp.: dunkler Engel, Sonnenhintergrund

1.    Mehrfeldmessung: Details am Engel nicht erkennbar, fast alles schwarz, Hintergrund gut blau
2.    Mittenbetonte Messung: leichte Details am Engel erkennbar, Himmel recht hell
3.    Spotmessung: mehr Details am Engel erkennbar, Hintergrund überbelichtet
Hier wäre die 2. Variante die bessere – man kann die Auswahl also nicht verallgemeinern.

Leider habe ich keine gescheiten Lichtkontraste gefunden jetzt am Wochenende, da die Sonne nicht scheint.
Aber gestern Abend habe ich beim Abendessen vorbereiten mal den Backofen mit unserem Lauchkuchen fotografiert - nicht ideal, aber ich denke verständlich:

Oben: Mehrfeldmessung. Der Belag "glänzt", Struktur ist nicht gut erkennbar.



Unten: Spotmessung. Der Glanz vermindert sich, die Struktur des Belages wird besser erkennbar.



Wenn Anfang der Woche die Sonne scheint werde ich nochmal "dunkel vor hell stellen" und Fotos nachreichen.

Automatischer Belichtungsspeicher:
(an der Kamera: Taste AEL)

Überbelichtetes Bild:

Dazu richtet man die Kamera auf ein dunkles Objekt, speichert die Belichtungseinstellung, indem man die AEL-Taste gedrückt hält, erfasst Sie das Bild erneut und macht das Foto.

Unterbelichtetes Bild:

Dazu richtet man die Kamera auf ein helles Objekt, speichert die Belichtungseinstellung, indem man die AEL-Taste gedrückt hält, erfasst Sie das Bild erneut und macht das Foto.



Weißabgleich:

Lichtquellen haben unterschiedliche "Farbtemperaturen", die in Kelvin (K) gemessen werden.
Je niedriger die Farbtemperatur K, desto rötlicher; je höher, desto bläulicher erscheint die Farbgebung. Tageslicht hat mit durchschnittlich 5500 bis 6500 K eine höhere Farbtemperatur als Glühlampenlicht mit 2800 K oder Halogenlicht mit um die 3000 K. Das Blitzlicht entspricht der Tageslicht-Temperatur und erzeugt keine Farbstiche.
Beim automatischen Abgleich gibt es zwei Strategien:
  • Entweder wählt das Programm die größten hellen Flächen und nimmt an, dass diese weiß oder neutralgrau sind. Trifft das zu, sind die erreichten Ergebnisse gut.

  • Gibt es keine größeren neutralgrauen Flächen, führt der Abgleich zu einem  Farbstich, weil das Programm dann annimmt, dass alle Farben vorkommen.
Auch die Automatik kann noch manuell verändert werden.

Bsp.: meiner Sitznachbarin im Kurs: Fotos in einem Raum mit apricot farbenen Tapeten und Vorhängen -> Farbstich apricot

Über AWB – Auto – WB-Taste erscheint ein buntes Raster, welches man auf die Umgebung einstellen kann, bevor man das Bild macht. Diese Einstellung wird gespeichert und sollte nach Verwendung wieder rückgängig gemacht werden.

Tipp: nach Verwendung immer wieder auf Automatik zurück stellen

Nächste Woche gehen wir ins Fotostudio - ich bin sehr gespannt!

Kommentare:

  1. Ooohh! Ihr lernt ja da ganz schön viel in eurem Kurs! Wow, danke für´s Teilhaben lassen!
    LG Petra

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  2. Hallo Petra,

    gerne :-) Dann vergesse ich es auch nicht so schnell, wenn ich es noch einmal aufarbeite.

    LG
    Heike

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