Montag, 18. November 2013

Blende, Iso, Belichtungszeit



Fotokurs VHS (Woche 3), meine Kamera Sony alpha 37

Blende, Iso, Belichtungszeit
Meistens handelt es sich um eine Irisblende, die aus mehreren einzelnen Lamellen besteht. Bei einfachen Digicams ist es auch oft nur eine einfache Lochblende, vergleichbar mit einem Loch im Papier. Die Blende verringert die Lichtmenge, die auf den Sensor trifft, indem sie die Öffnung des Objektivs verkleinert.

Das "f"

Es geht bei der Blende aber nicht nur um die Größe der Öffnung (z.B. bei der Lochblende der Durchmesser des Loches), sondern entscheidend auch um die Relation dieses Durchmessers zur Brennweite. Nehmen wir mal an, die Größe der Blendenöffnung (der Durchmesser) ist gleich der Brennweite, dann ergibt sich rein rechnerisch ein Blendenwert von 1,0. Und hier kommt das ominöse "f" ins Spiel.

Die Brennweite bezeichnet man auch als Fokus und kürzt sie mit einem "f" ab. Wenn man nun die Blende und die Brennweite, sprich den Fokus, in einen festen Zusammenhang bringen will, ergibt sich die Schreibweise f/1,0. Da wir in einer vom englischen geprägten Welt leben, ist aus dem Komma flugs ein Punkt geworden. So wird aus f/1,0 dann f/1.0 und weil viele Menschen heutzutage ungern viel tippen, lässt man den Schrägstrich einfach weg und schreibt f1.0. Da der Punkt Null auch keinen wirklichen Sinn macht, haben wir letztendlich ein f1 übrig.

Wenn es nur mal bei der 1 bliebe, nein, da gibt es f5.6 und f16....
Die Brennweite steht zur Blende im Verhältnis von eins zu eins.
Brennweite zu Blende gleich 1, geschrieben 1:1 oder f (Brennweite) / (zu) 1 (Blende), also f1.
Eine auf die Hälfte der Brennweite verkleinerte Öffnung ist dann eins zu zwei, sprich 1:2 oder „f/2.0“, kurz f2.
Wenn die Öffnung nur noch ein Viertel der Brennweite ausmacht, ist das Spiel identisch: eins zu vier sprich "f/4.0", kurz f4.

So kann man alle Blendenwerte ableiten.

Verschlusszeit / Belichtungszeit, ISO und EV

Es hat sich sprachlich im Bereich der Fotografie so eingeschlichen, dass man von der Verschlusszeit spricht und nicht in erster Linie von der Belichtungszeit.
Typische Verschlusszeiten sind z.B. 1/30, 1/60, 1/125, 1/250, 1/500 und 1/1000 sec. Dabei handelt es sich immer um eine Verdopplung, bzw. um eine Halbierung der Lichtmenge von einem zum anderen Wert. Das ist im Bereich der Filmempfindlichkeit durch den ISO genauso: ISO 100, 200, 400, 800 und 1600.
Darum gilt es in der Fotografie immer, dass das Ändern des einen Stellrädchens eine im Verhältnis gleiche Korrektur des anderen Stellrädchens erfordert. Verdoppelst man die Lichtmenge durch eine Halbierung der Blende, musst man die Verschlusszeit verdoppeln, um wieder denselben Lichtwert zu erreichen. Die Stellrädchen Blende und Verschlusszeit arbeiten ganz fest miteinander und sind die Hauptfaktoren bei der Belichtungssteuerung.
So sieht das in "echten Zahlen" aus, es handelt sich immer um dieselbe Belichtung (EV-Wert):


 Histogramm
Auch in der Kamera kann man schon  nachsehen, ob das Bild oder Teile davon z.B. überbelichtet sind oder zu sehr rauschen:
Gemachtes Bild in Vorschau ansehen, dann „DISP“ drücken. Das Histogramm wird angezeigt und ggf. ungünstig belichtete Bildausschnitte blinken.






AdobeRGB



Größerer Farbraum als „Standard“, bessere Farbdarstellung, vor allem bei Druckvorlagen.


1 Kommentar:

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